logo, waldgenossenschaft, schwarzwald, breisgau

Betreuung im Privatwald

Information zu Änderungen im Zuge der Forstneuorganisation

Bitte klicken Sie auf den LINK:

Flyer vom MINISTERIUM FÜR LÄNDLICHEN RAUM UND VERBRAUCHERSCHUTZ

Show more posts


Holzmarkt

Empfehlungen für die Einschlagssaison 2019/2020

Fichte-, Tannestammholz

In den nächsten Monaten gibt es Chancen, labile Fichten-/ Tannenbestände zu durchforsten und das Holz als Frischholz zu vermarkten.

Douglasie

Der Einschlag von Douglasienstammholz (vom Starkholz bis zum schwachen Durchforstungsholz) kann uneingeschränkt empfohlen werden. Der Markt ist sehr aufnahmefähig, die Preise stabil.

Industrieholz

Nadelindustrieholz für die Papierindustrie welches noch zu den alten Konditionen verkauft werden soll, muss bis zum 15.12.19 dem zuständigen Forstrevierleiter gemeldet werden. Danach gibt es auch wieder einen festen Liefervertrag, die Preise sind aber noch nicht verhandelt.

Industrieholz der Güte K hat aufgrund der Nachfrage und der Situation auf dem Restholzmarkt im Regelfall eine längere Lagerdauer im Wald, die Mengen sollten möglichst klein gehalten werden.

Laubholz

  • Beratung durch Forstrevierleiter wird empfohlen.
  • Eichenstammholz ist uneingeschränkt zu guten Konditionen verkäuflich.
  • Die Absatzmöglichkeiten für Eschenstammholz sind gegeben, die Preise sind stabil.
  • Buchenstammholz für regionale Sägewerke und für den POLLMEIER –Vertrag können im Rahmen der Lieferabsprachen uneingeschränkt bereitgestellt werden.
  • Die Situation auf den Buchenexportmärkten hinsichtlich der Probleme bei der Containerverladung wird geklärt und kann aktuell noch nicht endgültig beurteilt werden.

Holzmarkt Aktuell

Allgemeine Lage

Die Witterungseinflüsse waren für unseren Wald in den letzten zwei Jahren sehr ungünstig. Als Folge gab es in Mitteleuropa große Kalamitätsholzmengen durch Käferbefall, Dürre und Schneebruch. Die Absatzmärkte und die erzielbaren Preise haben sich bei dem vorhandenen Überangebot bis in den Herbst 2019 negativ entwickelt. In der Betroffenheit gibt es aber sehr starke regionale Unterschiede. Während in BaWü bis Ende Sept 20192,4 Mio. Fm Schadholz verbucht wurden, waren es im selben Zeitraum in Hessen schon 6 Mio. Fm. Auch in den Landkreisen im Südwesten von BaWü unterscheiden sich die Schadholzmengen, je nach Fichtenanteil und Niederschlagsintensität deutlich. Der Landkreis Emmendingen liegt im Vergleich auf einem mittleren Platz. Die wirtschaftlichen Verluste der Waldbesitzer sind also deutlich spürbar. Zu Beginn des Winters 2019/2020 steigt die Nachfrage nach frischem Nadelstammholz, die Preistendenz ist klar positiv.

Der Fichten- Tannen- Stammholzmarkt

Das Jahr 2018 war für die Sägeindustrie aufgrund der guten Konjunktur und der Verfügbarkeit von billigem Rundholz in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich. Zum Ende des Jahres 2019 sehen viele Betriebe der Sägeindustrie die Lage nicht mehr so optimistisch. Die Gründe hierfür sind vielfältig; abkühlende Konjunkturdaten, drohender Brexit, Exporthemmnisse, Probleme beim Sägewerksrestholz usw. Gleichzeitig wird aber wieder frisches Stammholz benötigt, um die Qualitätsansprüche beim Schnittholz einhalten zu können. Deshalb hat sich im Oktober eine zweite Preislinie für Frischholz gebildet, die aktuell mindestens 4.-€ /Fm über den bisherigen Rahmenpreisen für das 3. und 4. Quartal 2019 liegt. Die Preise für Frischholz liegen somit bis zum 31.12.19im Leitsortiment bei 70-72.-€/Fm. Nach fast 2 Jahren mit negativer Preisentwicklung gibt es nun wieder eine positive Tendenz. Holz aus zufälliger Nutzung, mit Bläueanteilen und Insektenfraßbildern gibt es in BaWü und vor allem in den angrenzenden Bundesländern noch in großer Menge, weshalb sich an den Verkaufschancen und an den Preisen in diesen Sortimenten vorerst nichts ändern wird. Überlagertes Holz wird im Preis eher noch fallen oder als Industrieholz der Güte K vermarktet werden müssen.

Douglasien-, Lärchen- und Kiefernstammholz

Aufgrund der Konzentration des Einschlags auf Käferholzsortimente kam in den letzten Monaten die Ernte von Douglasien und Lärchen zu kurz. Diese Sortimente sind am Markt deshalb sehr gefragt, die Preise sind stabil, bis weiter steigend. Im Leitsortiment wird für Dgl- Stammholz aktuell 100-104.-€/Fm erlöst.

Beim Kiefernstammholz ist der Markt zweigeteilt. Bei den Spitzensortimenten konnte der Preis fortgeschrieben werden. Durchschnittliche B/C/D Lose sind im Preis deutlich gefallen, da es im Raum Karlsruhe-Bruchsal erhebliche Schadholzmengen gibt, welche aktuell regional angeboten werden. Der bisherige Durchschnittspreis von ca. 70.-€/Fm ist auf 58.-€/Fm gefallen.

Nadelexportholz

Deutschlandweit wurden im Jahr 2018 und 2019 große Mengen an Schadholz in Containern nach Asien exportiert. Auch aus dem Landkreis Emmendingen musste dieser Absatzkanal genutzt werden. Die Exportmöglichkeiten hängen aber stark von der Verfügbarkeit von Containern ab. Im Oktober war die Lage sehr schwierig, weshalb nur wenig verladen werden konnte. Außerdem gibt es seit der KW 46 Probleme mit der Umsetzung bei der Ladungssicherung, weshalb Alternativen für die Exportsortimente gesucht werden müssen. Grundsätzlich gibt es aber die Aussage der asiatischen Kunden, weiter auf dem deutschen Markt einkaufen zu wollen, die abgesprochenen Liefermengen sind weiterhin gültig. Bei den Exportsortimenten sind aber Standards hinsichtlich der Holzaushaltung und der Kennzeichnung zu beachten; jeder Stamm braucht ein Nummernplättchen.

Nadelindustrieholz

Die Preise für Papierholz sind bis Ende des Jahres vereinbart, die Lieferquoten reichen aus, alle anfallenden Mengen aus dem Landkreis abzuwickeln.

Der Restholzmarkt der Sägeindustrie ist in diesem Jahr stark eingebrochen, dadurch sind unsere geringwertigen Industrieholzsortimente (Güte K) für die Pellets- und Spanplattenindustrie auch unter Druck geraten. Die Preise sind stark gefallen und die Abfuhr läuft verzögert ab.

Laubstammholz

Die Nachfrage nach Eiche-, Buchen- und Eschenstammholz ist ähnlich stabil wie in der letzten Saison. Im Regelfall wurden die letztjährigen Preise fortgeschrieben. Die Waldbesitzer werden gebeten, sich im Einzelfall durch Ihren Revierleiter beraten zu lassen und die Aushaltungsmerkblätter zu beachten.

Aktuell wird noch geprüft, welchen Einfluss die Restriktionen bei der Ladungssicherung für den Buchenexport nach Asien haben werden.

Laubindustrieholz und Brennholz

Der Laubindustrieholzmarkt und der Brennholzmarkt sind normal aufnahmefähig, die Brennholzpreise sind auf dem Niveau des Vorjahres.

Show more posts

Impressum
Datenschutz

© 2019 Waldgenossenschaft
Schwarzwald-Breisgau

Unsere Geschäftsstelle
ist für Sie da:

Rathausplatz 1
79183 Waldkirch
Tel.:  07641 - 451-9445
Fax:  07641 - 451-149445

E-Mail
ObscureOurMail

Öffnungszeiten

Mo - Do    8:00 - 17.30
Freitag      8:00 - 13:00

Ihr Ansprechpartner ist
Herr Weber

logo, waldgenossenschaft, schwarzwald, breisgau

Betreuung im Privatwald

Information zu Änderungen im Zuge der Forstneuorganisation

Bitte klicken Sie auf den LINK:

Flyer vom MINISTERIUM FÜR LÄNDLICHEN RAUM UND VERBRAUCHERSCHUTZ

Show more posts


Holzmarkt

Empfehlungen für die Einschlagssaison 2019/2020

Fichte-, Tannestammholz

In den nächsten Monaten gibt es Chancen, labile Fichten-/ Tannenbestände zu durchforsten und das Holz als Frischholz zu vermarkten.

Douglasie

Der Einschlag von Douglasienstammholz (vom Starkholz bis zum schwachen Durchforstungsholz) kann uneingeschränkt empfohlen werden. Der Markt ist sehr aufnahmefähig, die Preise stabil.

Industrieholz

Nadelindustrieholz für die Papierindustrie welches noch zu den alten Konditionen verkauft werden soll, muss bis zum 15.12.19 dem zuständigen Forstrevierleiter gemeldet werden. Danach gibt es auch wieder einen festen Liefervertrag, die Preise sind aber noch nicht verhandelt.

Industrieholz der Güte K hat aufgrund der Nachfrage und der Situation auf dem Restholzmarkt im Regelfall eine längere Lagerdauer im Wald, die Mengen sollten möglichst klein gehalten werden.

Laubholz

  • Beratung durch Forstrevierleiter wird empfohlen.
  • Eichenstammholz ist uneingeschränkt zu guten Konditionen verkäuflich.
  • Die Absatzmöglichkeiten für Eschenstammholz sind gegeben, die Preise sind stabil.
  • Buchenstammholz für regionale Sägewerke und für den POLLMEIER –Vertrag können im Rahmen der Lieferabsprachen uneingeschränkt bereitgestellt werden.
  • Die Situation auf den Buchenexportmärkten hinsichtlich der Probleme bei der Containerverladung wird geklärt und kann aktuell noch nicht endgültig beurteilt werden.

Holzmarkt Aktuell

Allgemeine Lage

Die Witterungseinflüsse waren für unseren Wald in den letzten zwei Jahren sehr ungünstig. Als Folge gab es in Mitteleuropa große Kalamitätsholzmengen durch Käferbefall, Dürre und Schneebruch. Die Absatzmärkte und die erzielbaren Preise haben sich bei dem vorhandenen Überangebot bis in den Herbst 2019 negativ entwickelt. In der Betroffenheit gibt es aber sehr starke regionale Unterschiede. Während in BaWü bis Ende Sept 20192,4 Mio. Fm Schadholz verbucht wurden, waren es im selben Zeitraum in Hessen schon 6 Mio. Fm. Auch in den Landkreisen im Südwesten von BaWü unterscheiden sich die Schadholzmengen, je nach Fichtenanteil und Niederschlagsintensität deutlich. Der Landkreis Emmendingen liegt im Vergleich auf einem mittleren Platz. Die wirtschaftlichen Verluste der Waldbesitzer sind also deutlich spürbar. Zu Beginn des Winters 2019/2020 steigt die Nachfrage nach frischem Nadelstammholz, die Preistendenz ist klar positiv.

Der Fichten- Tannen- Stammholzmarkt

Das Jahr 2018 war für die Sägeindustrie aufgrund der guten Konjunktur und der Verfügbarkeit von billigem Rundholz in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich. Zum Ende des Jahres 2019 sehen viele Betriebe der Sägeindustrie die Lage nicht mehr so optimistisch. Die Gründe hierfür sind vielfältig; abkühlende Konjunkturdaten, drohender Brexit, Exporthemmnisse, Probleme beim Sägewerksrestholz usw. Gleichzeitig wird aber wieder frisches Stammholz benötigt, um die Qualitätsansprüche beim Schnittholz einhalten zu können. Deshalb hat sich im Oktober eine zweite Preislinie für Frischholz gebildet, die aktuell mindestens 4.-€ /Fm über den bisherigen Rahmenpreisen für das 3. und 4. Quartal 2019 liegt. Die Preise für Frischholz liegen somit bis zum 31.12.19im Leitsortiment bei 70-72.-€/Fm. Nach fast 2 Jahren mit negativer Preisentwicklung gibt es nun wieder eine positive Tendenz. Holz aus zufälliger Nutzung, mit Bläueanteilen und Insektenfraßbildern gibt es in BaWü und vor allem in den angrenzenden Bundesländern noch in großer Menge, weshalb sich an den Verkaufschancen und an den Preisen in diesen Sortimenten vorerst nichts ändern wird. Überlagertes Holz wird im Preis eher noch fallen oder als Industrieholz der Güte K vermarktet werden müssen.

Douglasien-, Lärchen- und Kiefernstammholz

Aufgrund der Konzentration des Einschlags auf Käferholzsortimente kam in den letzten Monaten die Ernte von Douglasien und Lärchen zu kurz. Diese Sortimente sind am Markt deshalb sehr gefragt, die Preise sind stabil, bis weiter steigend. Im Leitsortiment wird für Dgl- Stammholz aktuell 100-104.-€/Fm erlöst.

Beim Kiefernstammholz ist der Markt zweigeteilt. Bei den Spitzensortimenten konnte der Preis fortgeschrieben werden. Durchschnittliche B/C/D Lose sind im Preis deutlich gefallen, da es im Raum Karlsruhe-Bruchsal erhebliche Schadholzmengen gibt, welche aktuell regional angeboten werden. Der bisherige Durchschnittspreis von ca. 70.-€/Fm ist auf 58.-€/Fm gefallen.

Nadelexportholz

Deutschlandweit wurden im Jahr 2018 und 2019 große Mengen an Schadholz in Containern nach Asien exportiert. Auch aus dem Landkreis Emmendingen musste dieser Absatzkanal genutzt werden. Die Exportmöglichkeiten hängen aber stark von der Verfügbarkeit von Containern ab. Im Oktober war die Lage sehr schwierig, weshalb nur wenig verladen werden konnte. Außerdem gibt es seit der KW 46 Probleme mit der Umsetzung bei der Ladungssicherung, weshalb Alternativen für die Exportsortimente gesucht werden müssen. Grundsätzlich gibt es aber die Aussage der asiatischen Kunden, weiter auf dem deutschen Markt einkaufen zu wollen, die abgesprochenen Liefermengen sind weiterhin gültig. Bei den Exportsortimenten sind aber Standards hinsichtlich der Holzaushaltung und der Kennzeichnung zu beachten; jeder Stamm braucht ein Nummernplättchen.

Nadelindustrieholz

Die Preise für Papierholz sind bis Ende des Jahres vereinbart, die Lieferquoten reichen aus, alle anfallenden Mengen aus dem Landkreis abzuwickeln.

Der Restholzmarkt der Sägeindustrie ist in diesem Jahr stark eingebrochen, dadurch sind unsere geringwertigen Industrieholzsortimente (Güte K) für die Pellets- und Spanplattenindustrie auch unter Druck geraten. Die Preise sind stark gefallen und die Abfuhr läuft verzögert ab.

Laubstammholz

Die Nachfrage nach Eiche-, Buchen- und Eschenstammholz ist ähnlich stabil wie in der letzten Saison. Im Regelfall wurden die letztjährigen Preise fortgeschrieben. Die Waldbesitzer werden gebeten, sich im Einzelfall durch Ihren Revierleiter beraten zu lassen und die Aushaltungsmerkblätter zu beachten.

Aktuell wird noch geprüft, welchen Einfluss die Restriktionen bei der Ladungssicherung für den Buchenexport nach Asien haben werden.

Laubindustrieholz und Brennholz

Der Laubindustrieholzmarkt und der Brennholzmarkt sind normal aufnahmefähig, die Brennholzpreise sind auf dem Niveau des Vorjahres.

Show more posts

Impressum
Datenschutz

© 2019 Waldgenossenschaft
Schwarzwald-
Breisgau

Unsere Geschäftsstelle
ist für Sie da:

Rathausplatz 1
79183 Waldkirch
Tel.:  07641 - 451-9445
Fax:  07641 - 451-149445

E-Mail
ObscureOurMail

Öffnungszeiten


Mo - Do    
8:00 - 17.30
Freitag      
8:00 - 13:00

Ihr Ansprechpartner
ist Herr Weber

logo, waldgenossenschaft, schwarzwald, breisgau
  • Menü
Hier informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen im Wald und auf dem Holzmarkt

Bergahorn jung

Betreuung im Privatwald

Information zu Änderungen im Zuge der Forstneuorganisation

Bitte klicken Sie auf den LINK:

Flyer vom MINISTERIUM FÜR LÄNDLICHEN RAUM UND VERBRAUCHERSCHUTZ

Show more posts


Holzmarkt

Empfehlungen für die Einschlagssaison 2019/2020

Fichte-, Tannestammholz

In den nächsten Monaten gibt es Chancen, labile Fichten-/ Tannenbestände zu durchforsten und das Holz als Frischholz zu vermarkten.

Douglasie

Der Einschlag von Douglasienstammholz (vom Starkholz bis zum schwachen Durchforstungsholz) kann uneingeschränkt empfohlen werden. Der Markt ist sehr aufnahmefähig, die Preise stabil.

Industrieholz

Nadelindustrieholz für die Papierindustrie welches noch zu den alten Konditionen verkauft werden soll, muss bis zum 15.12.19 dem zuständigen Forstrevierleiter gemeldet werden. Danach gibt es auch wieder einen festen Liefervertrag, die Preise sind aber noch nicht verhandelt.

Industrieholz der Güte K hat aufgrund der Nachfrage und der Situation auf dem Restholzmarkt im Regelfall eine längere Lagerdauer im Wald, die Mengen sollten möglichst klein gehalten werden.

Laubholz

  • Beratung durch Forstrevierleiter wird empfohlen.
  • Eichenstammholz ist uneingeschränkt zu guten Konditionen verkäuflich.
  • Die Absatzmöglichkeiten für Eschenstammholz sind gegeben, die Preise sind stabil.
  • Buchenstammholz für regionale Sägewerke und für den POLLMEIER –Vertrag können im Rahmen der Lieferabsprachen uneingeschränkt bereitgestellt werden.
  • Die Situation auf den Buchenexportmärkten hinsichtlich der Probleme bei der Containerverladung wird geklärt und kann aktuell noch nicht endgültig beurteilt werden.

Holzmarkt Aktuell

Allgemeine Lage

Die Witterungseinflüsse waren für unseren Wald in den letzten zwei Jahren sehr ungünstig. Als Folge gab es in Mitteleuropa große Kalamitätsholzmengen durch Käferbefall, Dürre und Schneebruch. Die Absatzmärkte und die erzielbaren Preise haben sich bei dem vorhandenen Überangebot bis in den Herbst 2019 negativ entwickelt. In der Betroffenheit gibt es aber sehr starke regionale Unterschiede. Während in BaWü bis Ende Sept 20192,4 Mio. Fm Schadholz verbucht wurden, waren es im selben Zeitraum in Hessen schon 6 Mio. Fm. Auch in den Landkreisen im Südwesten von BaWü unterscheiden sich die Schadholzmengen, je nach Fichtenanteil und Niederschlagsintensität deutlich. Der Landkreis Emmendingen liegt im Vergleich auf einem mittleren Platz. Die wirtschaftlichen Verluste der Waldbesitzer sind also deutlich spürbar. Zu Beginn des Winters 2019/2020 steigt die Nachfrage nach frischem Nadelstammholz, die Preistendenz ist klar positiv.

Der Fichten- Tannen- Stammholzmarkt

Das Jahr 2018 war für die Sägeindustrie aufgrund der guten Konjunktur und der Verfügbarkeit von billigem Rundholz in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich. Zum Ende des Jahres 2019 sehen viele Betriebe der Sägeindustrie die Lage nicht mehr so optimistisch. Die Gründe hierfür sind vielfältig; abkühlende Konjunkturdaten, drohender Brexit, Exporthemmnisse, Probleme beim Sägewerksrestholz usw. Gleichzeitig wird aber wieder frisches Stammholz benötigt, um die Qualitätsansprüche beim Schnittholz einhalten zu können. Deshalb hat sich im Oktober eine zweite Preislinie für Frischholz gebildet, die aktuell mindestens 4.-€ /Fm über den bisherigen Rahmenpreisen für das 3. und 4. Quartal 2019 liegt. Die Preise für Frischholz liegen somit bis zum 31.12.19im Leitsortiment bei 70-72.-€/Fm. Nach fast 2 Jahren mit negativer Preisentwicklung gibt es nun wieder eine positive Tendenz. Holz aus zufälliger Nutzung, mit Bläueanteilen und Insektenfraßbildern gibt es in BaWü und vor allem in den angrenzenden Bundesländern noch in großer Menge, weshalb sich an den Verkaufschancen und an den Preisen in diesen Sortimenten vorerst nichts ändern wird. Überlagertes Holz wird im Preis eher noch fallen oder als Industrieholz der Güte K vermarktet werden müssen.

Douglasien-, Lärchen- und Kiefernstammholz

Aufgrund der Konzentration des Einschlags auf Käferholzsortimente kam in den letzten Monaten die Ernte von Douglasien und Lärchen zu kurz. Diese Sortimente sind am Markt deshalb sehr gefragt, die Preise sind stabil, bis weiter steigend. Im Leitsortiment wird für Dgl- Stammholz aktuell 100-104.-€/Fm erlöst.

Beim Kiefernstammholz ist der Markt zweigeteilt. Bei den Spitzensortimenten konnte der Preis fortgeschrieben werden. Durchschnittliche B/C/D Lose sind im Preis deutlich gefallen, da es im Raum Karlsruhe-Bruchsal erhebliche Schadholzmengen gibt, welche aktuell regional angeboten werden. Der bisherige Durchschnittspreis von ca. 70.-€/Fm ist auf 58.-€/Fm gefallen.

Nadelexportholz

Deutschlandweit wurden im Jahr 2018 und 2019 große Mengen an Schadholz in Containern nach Asien exportiert. Auch aus dem Landkreis Emmendingen musste dieser Absatzkanal genutzt werden. Die Exportmöglichkeiten hängen aber stark von der Verfügbarkeit von Containern ab. Im Oktober war die Lage sehr schwierig, weshalb nur wenig verladen werden konnte. Außerdem gibt es seit der KW 46 Probleme mit der Umsetzung bei der Ladungssicherung, weshalb Alternativen für die Exportsortimente gesucht werden müssen. Grundsätzlich gibt es aber die Aussage der asiatischen Kunden, weiter auf dem deutschen Markt einkaufen zu wollen, die abgesprochenen Liefermengen sind weiterhin gültig. Bei den Exportsortimenten sind aber Standards hinsichtlich der Holzaushaltung und der Kennzeichnung zu beachten; jeder Stamm braucht ein Nummernplättchen.

Nadelindustrieholz

Die Preise für Papierholz sind bis Ende des Jahres vereinbart, die Lieferquoten reichen aus, alle anfallenden Mengen aus dem Landkreis abzuwickeln.

Der Restholzmarkt der Sägeindustrie ist in diesem Jahr stark eingebrochen, dadurch sind unsere geringwertigen Industrieholzsortimente (Güte K) für die Pellets- und Spanplattenindustrie auch unter Druck geraten. Die Preise sind stark gefallen und die Abfuhr läuft verzögert ab.

Laubstammholz

Die Nachfrage nach Eiche-, Buchen- und Eschenstammholz ist ähnlich stabil wie in der letzten Saison. Im Regelfall wurden die letztjährigen Preise fortgeschrieben. Die Waldbesitzer werden gebeten, sich im Einzelfall durch Ihren Revierleiter beraten zu lassen und die Aushaltungsmerkblätter zu beachten.

Aktuell wird noch geprüft, welchen Einfluss die Restriktionen bei der Ladungssicherung für den Buchenexport nach Asien haben werden.

Laubindustrieholz und Brennholz

Der Laubindustrieholzmarkt und der Brennholzmarkt sind normal aufnahmefähig, die Brennholzpreise sind auf dem Niveau des Vorjahres.

Show more posts

© 2019 Waldgenossenschaft
Schwarzwald- Breisgau
Unsere Geschäftsstelle
ist für Sie da:

Rathausplatz 1
79183 Waldkirch
Tel.:  07641 - 451-9445
Fax:  07641 - 451-149445

Ihr Ansprechpartner
ist Herr Weber
Öffnungszeiten

Mo - Do    
8:00 - 17.30
Freitag      
8:00 - 13:00
E-Mail
ObscureOurMail